How to go to Project Hell - Wege in die Projektkrise
Projektziele und -inhalte werden spontan verändert ohne die Auswirkungen auf die ursprüngliche Projektplanung und das Vorgehen zu berücksichtigen
Hier sind Sie als Projektleiter stark gefordert.
Zu Beginn scheint allen Beteiligten klar zu sein, wohin die Projektreise geht und wie man dorthin kommen will. Je mehr aber inhaltlich gearbeitet wird, desto mehr Detailwissen ist plötzlich vorhanden und desto öfter wird der Wunsch laut, die Projektziele und -inhalte zu verändern.
Dagegen spricht grundsätzlich einmal nichts. Wenn man erkennt, dass man nicht optimal unterwegs ist, sollte man den Kurs korrigieren. Viele „gute Ideen“ kommen oft auch von mächtigen Stakeholdern im Unternehmen, gegen die man sich nur schwer auflehnen kann.
Aber Vorsicht: Änderungen müssen auch hinsichtlich der Auswirkungen auf den vorhandenen Projektplan bewertet werden. Benötigen Sie evtl. zusätzliche Ressourcen? Werden Termine dadurch verschoben? Benötigen Sie zusätzliche Skills, die momentan nicht im Projektteam vorhanden sind? Welche zusätzlichen Kosten entstehen und wer wird diese tragen? Sind bereits erarbeitete Projektergebnisse dadurch tangiert bzw. muss hier noch nachgearbeitet werden?
SO WENDEN SIE DIES AB
Ideen sammeln
Verweigern Sie nicht grundsätzlich Änderungen der Projektziele und -inhalte. Sonst stehen Sie bald als „Verhinderer“ da. Sammeln Sie alle Vorschläge und Ideen, strukturieren Sie diese und überprüfen Sie genau, welche Auswirkungen mögliche Änderungen auf das weitere Vorgehen im Projekt haben. Beziehen Sie dabei auch Keyplayer aus Ihrem Projektteam ein.
Verschriftlichung und Information
Dokumentieren Sie die Ergebnisse schriftlich - eine SWOT-Analyse ist hier auch immer sehr hilfreich. Klären Sie mit Ihrem Auftraggeber bzw. dem Projektlenkungsausschuss welche Änderungen - mit dem Bewusstsein der möglichen Konsequenzen - an den Projektzielen und -inhalten vorgenommen werden sollen. Adaptieren Sie anschließend mit Ihrem Projektteam den Projektplan und sorgen Sie dafür, dass diese Informationen auch alle Projektmitarbeiter erreichen. Bleiben Sie wachsam und überprüfen Sie regelmäßig, ob es Veränderungen an den Projektzielen bzw. den -inhalten gibt.
Es gibt viele Faktoren, um ein Projekt erfolgreich ins Ziel zu bringen. Basis ist immer eine saubere Planung, damit man auftauchende Stolpersteine im Projektverlauf überwinden kann. Doch frei nach Erich Kästner: Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt wurden, kannst du etwas Schönes bauen. Und so sollten gerade die schwierigen Bereiche in Projekten als willkommene Herausforderung und Chance gesehen werden, neue Erfahrungen zu sammeln und beim nächsten Mal nicht mehr in dieselben Fallen zu tappen. Denn Scheitern ist keine Schande, Liegenbleiben schon.
Autor: domendos consulting
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